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Knochen

Osteoporose

Knochengewebe befindet sich im ständigen Gleichgewicht von Auf- und Abbau. Kommt es zu einem krankhaft vermehrten Abbau von Knochengewebe und dadurch zum Verlust der Knochenmasse, spricht man von Osteoporose. Dabei werden die Knochen porös. Durch den zunehmenden Verlust an Festigkeit steigt das Risiko von Knochenbrüchen. Mögliche Ursachen für Osteoporose können neben einer genetischen Disposition auch ein Mangel an Calcium, Vitamin D und Vitamin K oder auch ein Mangel an Bewegung sein. Bei Frauen kann Osteoporose auch nach den Wechseljahren durch die Abnahme von Östrogenen auftreten.

Vitamin K kann die Knochendichte erhöhen

Seit längerer Zeit ist bekannt, dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit der Knochen hat. Neben Vitamin D und Kalzium spielt Vitamin K eine Schlüsselrolle bei der Gesunderhaltung von Knochen. Dies konnte in verschiedenen Studien gezeigt werden (1-3).

Bereits 1999 hat eine Forschergruppe an der renommierten Harvard School of Public Health (Boston) festgestellt, dass die Aufnahme von Vitamin K zur Erhaltung normaler Knochen beiträgt (1).

Abb. 1: Nach 12 Monaten führte die zusätzliche Einnahme von Vit. K zu einer signifikanten Erhöhung der Knochendichte der Lendenwirbel (modifiz. nach Kanellakis et al.(2)).

Nun zeigt die sog. „Postmenopausal Health Study II“(2), dass die zusätzliche Einnahme Vitamin K die Knochendichte signifikant erhöhen kann (Abb. 1). Die Wirkung von Vitamin D in Kombination mit Calcium (ohne Vitamin K) ist dagegen deutlich schwächer: die Abnahme wird nur abgebremst.

Vitamin K und Vitamin D wirken synergistisch. Vitamin D ist notwendig, damit der Körper ausreichend Calcium im Darm aufnehmen kann. Vitamin K wird benötigt um das Calcium in die Knochen und Knorpelzellen einbauen zu können.

Aufgrund der Ergebnisse verschiedener Studien hat die zuständige europäische Behörde (EFSA) inzwischen einen Health Claim formuliert: Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei.

Vitamin K aus grünem Gemüse

Vitamin K gehört zu den fettlöslichen Vitaminen und kann nicht selbst vom Menschen gebildet werden. Daher muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine Tagesdosis Vitamin K von 65 µg für Frauen und 80 µg für Männer ab 50 Jahren.

 

Die Hauptquelle des Menschen für Vitamin K ist grünes Gemüse und hier vor allem in Kohl. So kann einer Ernährung mit viel grünem Gemüse (mindestens 3 Portionen täglich) das Knochenbruchrisiko fast halbieren (Nurses‘ Health Study mit ca. 72.000 Probanden (1)).

Wer es nicht schafft, jeden Tag so viel Gemüse zu verspeisen, kann z. B. natürliche Gemüsekonzentrate aus heimischem Grünkohl einnehmen. Hierbei ist wiederum zu beachten, dass es inzwischen verschiedene Grünkohlextrakte auf dem Markt gibt, die z. T. erhebliche Unterschiede im Wirkstoffgehalt aufweisen.

Im Rahmen eines Forschungsprojektes (unterstützt durch das Land Schleswig-Holstein) konnte unter anderem festgestellt werden, dass unter 20 getesteten Grünkohlsorten sehr unterschiedliche Gehalte an Vitaminen und Flavonoiden auftreten. Weiterhin gelang es, ein sehr schonendes Verfahren zu entwickeln, bei dem der potenteste Grünkohl energiesparsam getrocknet und Zellwandbestandteile (Cellulose), Wasser und Salze entfernt werden. 

Hinweis: Vitamin K1 und K2 wirken gleich gut, da jede menschliche Zelle Vitamin K1 in K2 umwandeln kann (4). Vitamin K2 wird meist aus Soja durch Fermentation hergestellt und  in der Regel mit Hilfe giftiger organischer Lösungsmittel extrahiert (Rückstände können sich im Körper anreichern). Grünkohl enthält dagegen so viel Vitamin K1, dass eine Extraktion mit Lösungsmitteln nicht notwendig ist.

Referenzen 

  1. Nurses’ Health Study: Feskanich D, Weber P, Willett WC, Rockett H, Booth SL, Colditz GA. Vitamin K intake and hip fractures in women: a prospective study. Am J Clin Nutr. 1999, 69(1):74-79.
     

  2. Kanellakis S, Moschonis G, Tenta R, Schaafsma A, van den Heuvel E G, Papaioannou N, Lyritis G, Manios Y. Changes in parameters of bone metabolism in postmenopausal women following a 12-month intervention period using dairy products enriched with calcium, vitamin D, and phylloquinone (vitamin K 1) or menaquinone-7 (vitamin K 2): the Postmenopausal Health Study II. Calcified tissue int. 2012, 90(4):251-262.
     

  3. Vermeer C, Shearer MJ, Zittermann A, Bolton-Smith C, Szulc P, Hodges S, Walter P, Rambeck W, Stöcklin E, Weber P. Beyond deficiency: potential benefits of increased intakes of vitamin K for bone and vascular health. Eur J Nutr. 2004, 43(6):325-335.
     

  4. Vos M, Esposito G, Edirisinghe JN, Vilain S, Haddad DM, Slabbaert JR, Van Meensel S, Schaap O, De Strooper B, Meganathan R, Morais VA, Verstreken P.Vitamin K2 is a mitochondrial electron carrier that rescues pink1 deficiency. Science. 2012, 336(6086):1306-1310.